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Imkerverein Warme- Diemeltal

Willst du die größten Wunder sehen,

dann bleib beim Bienenvolke steh`n

und dank dem Schöpfer der Natur.

Schon um 1900 wurde im Warme- Diemeltal vereinzelt versucht sich mit den Bienen vertraut zu machen. So z. B. in Zwergen durch den Volksschullehrer Grede, der sich damals intensiv mit Bienen beschäftigte. Er begann mit einem Bienenvolk und baute sich nach und nach mit Schwärmen einen Bestand auf. Auch Herr Austermühle aus Zwergen wurde durch den Lehrer Grede angespornt mitzumachen. So begann auch er ca. 1910 die Imkerei. Die Erkenntnisse in der Behandlung und Aufzucht der Bienen wurde untereinander ausgetauscht. Dann gelang es in diesem Raum Freunde zu gewinnen, die an der Imkerei Spass fanden. Im Krieg, 1914 - 1918 ging es notgedrungen mit der Imkerei zurück, da ein großer Teil der Imker ins Feld mußte. Nach dem 1 Weltkrieg wurde aber dann wieder mit der Bienenhaltung in unserer Region begonnen, denn in dieser Zeit war jeder froh etwas Honig für sich zu haben. Schon damals erkannte man, dass der Honig für vielerlei Krankheiten zur Linderung und Heilung verwendet werden kann, sogar von Ärzten empfohlen. Jetzt begann die Zeit sich zu organisieren und so entstanden in ganz Deutschland Imkervereine, unter anderem auch im Warme- Diemeltal. Gründer waren unter anderem Frau Baronin Charlotte von Pappenheim ( Liebenau ), Frau Hagedorn ( Grimelsheim ), Lehrer Dönch ( Haueda ).... um nur einige zu nennen. Nach dem Motto "Gemeinsam sind wir stark", wurde der Imkerverein Warme- Diemeltal gegründet. In den gemeinsamen Zusammenkünften wurde das Wissen und die Erfahrung über Bienenhaltung, Zucht, Fütterung und Krankheiten ausgetauscht und diskutiert. Fachleute wurden eingeladen und hielten in den Sitzungen Vortäge, von denen jeder Imker sein Wissen erweitern konnte. Unserem Imkerverein traten viele Imkerfreunde bei. Sie kamen aus Fürstenwald, Westuffeln, Obermeiser, Niedermeiser, Calden Zwergen, Haueda, Lamerden und sogar aus Westfalen. Zu Beginn des 2 Weltkrieges ging die Imkerei zwangsläufig zurück und erlebte nach Kriegsende erneut einen Aufschwung. In den Jahren 1975 bis 1977 wurde im Verein mit großer Begeisterung die Carnicareinzucht betrieben. Auf Grund der Carnicazucht auf Sanftmut gelang es noch mehr Imkerfreunde zu gewinnen. Während in den frühen Jahren nur mit Hinterbehandlungsbeuten geimkert wurde, haben heute fast alle Imker auf Magazinbeuten umgestellt. Die Vorsitzenden des Vereins waren : Lehrer Dönch mit mehr als 25 Jahren, I. Sprecher, O. Höster, Walter Kroll und bis heute Manfred Scherfise. Unsere aktiven Imker mit ca. 400 Völkern sichern durch die Haltung der Honigbiene die Bestäubung vieler heimischer Wild- und Nutzpflanzen und sorgen so für eine blühende Landschaft an Hessens grüner Nordspitze.

Quelle: Helmut Sprecher, Okt. 2018

Stand Jan. 2019

 


 
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